Kommt und seht

HERRZLICH WILLKOMMEN

Wir sind eine kleine katholische Ordensgemeinschaft, die auf der Halbinsel südlich Hamburgs an diesem Ort der Stille und der Einkehr sich niedergelassen hat, zugehörig dem kontemplativen Teresianischen Reformorden.

Unsere neue Lebensform hier ist wie eine Antwort auf die Frage nach einem Weg der Karmel der Zukunft, wie wir die Herausforderungen der Zeichen der Zeit in Kirche und Welt und auf die religiösen und menschlichen Sehnsüchte der Menschen von heute reagieren sollen.

Unsere Gebetszeiten - Chorgebet und Inneres Beten sind offen für alle. Außerdem bieten wir den Suchenden die Möglichkeit für einen kurzen Aufenthalt in der Stille und Besinnung in dem Gästehaus und Gästewohnungen.

April

2. April
HL. FRANZ VON PAOLA
Einsiedler, Ordensgründer

Franz, 1436 in Paola (Kalabrien) geboren, wurde mit vierzehn Jahren Franziskaner, mit sechzehn zog er sich in die Einsamkeit zurück und lebte in strengster Askese. Für die Schüler, die sich um ihn sammelten, gründete er ein Kloster in Cosenza, aus dem sich der „Orden der Mindesten Brüder“ (Minimi), auch Paulaner genannt, entwickelte. Die Regel wurde 1474 bestätigt, und die Kongregation breitete sich noch bei Lebzeiten des Gründers rasch aus. 1482 reiste Franz im Auftrag des Papstes nach Frankreich und half König Ludwig XI., einen christlichen Tod zu sterben. Er selbst starb am Karfreitag, 2. April 1507. Er wurde 1519 heilig gesprochen.

Schweigend
„Die Einsiedler lehren nicht und predigen nicht: sie schweigen, und schweigend öffnen sie sich der Stimme Gottes.“ (Franz von Paola)



4. April
HL. ISIDOR
Bischof, Kirchenlehrer

Isidor war der jüngere Bruder des Erzbischofs Leander von Sevilla, der nach dem Tod des Vaters auch seine Erziehung übernahm. Isidor war vielseitig interessiert und hatte eine leidenschaftliche Liebe zu den Büchern. Das Amt des Bischofs, das er kurz vor 600 übernehmen musste, war für ihn eine große Last. Er bemühte sich vor allem um die wissenschaftliche Bildung der Priester. Er selbst schrieb zahlreiche Bücher, in denen er das ganze Wissen des Altertums zusammenfassen wollte, um es der kommenden Zeit weiterzugeben. Vor allem sein Hauptwerk, die zwanzig Bücher der „Etymologien“ oder „Ursprünge“, wurde im Mittelalter oft abgeschrieben und viel benützt, zum Teil auch ins Althochdeutsche übersetzt. Man bezeichnet Isidor als den letzten abendländischen Kirchenvater. Er starb 636.

Arbeit und Heiligkeit
„Die bischöfliche Würde bedeutet Arbeit, nicht Ehre, und deshalb ist derjenige kein Bischof, der den Bischofsstab führt, um eine Rolle zu spielen, und nicht, um für die anderen nützlich zu sein.“ - „Vor allem muss er die hervorragendste aller Gaben, die Liebe, erwerben, ohne die jede Tugend Lüge ist. Der Schutz jeder Heiligkeit ist die Liebe, und die Demut ist der Ort, an dem sie wohnt.“ (Isidor von Sevilla)

5. April
HL. VINZENZ FERRER
Ordenspriester, Bußprediger

Vinzenz, geboren um 1350 in Valencia, wurde Dominikaner, Lehrer der Philosophie und Theologie und ein großer Bußprediger. In der damaligen abendländischen Kirchenspaltung stand Vinzenz seit 1379 auf Seiten der Päpste von Avignon (Klemens VII., Benedikt XIII). Von 1399 bis 1409 reiste er als Bußprediger durch Spanien, Südfrankreich, die Schweiz und Oberitalien. Von 1414 an (Konzil von Konstanz) rückte er von dem Gegenpapst Benedikt XIII. ab und arbeitete für die Einheit der Kirche. Auf einer neuen Predigtreise durch Frankreich starb er am 5. April 1419 in Vannes in der Bretagne. - Vinzenz war ein Gottesmann, für den nichts unmöglich schien. Nach einer Lebensbeschreibung soll er sogar die Damen von Ligurien dazu bewogen haben, auf ihre verrückten Haarfrisuren zu verzichten. Das sei „das größte seiner Wunder“ gewesen, heißt es in der Lebensbeschreibung.


5. April
HL. VINZENZ FERRER
Ordenspriester, Bußprediger

Vinzenz, geboren um 1350 in Valencia, wurde Dominikaner, Lehrer der Philosophie und Theologie und ein großer Bußprediger. In der damaligen abendländischen Kirchenspaltung stand Vinzenz seit 1379 auf Seiten der Päpste von Avignon (Klemens VII., Benedikt XIII). Von 1399 bis 1409 reiste er als Bußprediger durch Spanien, Südfrankreich, die Schweiz und Oberitalien. Von 1414 an (Konzil von Konstanz) rückte er von dem Gegenpapst Benedikt XIII. ab und arbeitete für die Einheit der Kirche. Auf einer neuen Predigtreise durch Frankreich starb er am 5. April 1419 in Vannes in der Bretagne. - Vinzenz war ein Gottesmann, für den nichts unmöglich schien. Nach einer Lebensbeschreibung soll er sogar die Damen von Ligurien dazu bewogen haben, auf ihre verrückten Haarfrisuren zu verzichten. Das sei „das größte seiner Wunder“ gewesen, heißt es in der Lebensbeschreibung.



11. April
HL. STANISLAUS
Bischof, Märtyrer

Stanislaus, um 1030 bei Krakau geboren, studierte in Gnesen und Paris, war dann zuerst Dorfpfarrer, seit 1072 Bischof von Krakau. Er lebte in strenger Armut; nach dem Tod seiner Eltern verteilte er sein Erbteil an die Armen. Er zog sich den Zorn des Königs Boleslaw II. zu, den er wegen seines anstößigen Lebens zurechtgewiesen und mit der Exkommunikation bedroht hatte. Am 11. April 1079 erschlug ihn der König während der Messe in der vor Krakau gelegenen Michaelskirche. Stanislaus wurde im Dom von Krakau bestattet. Er wurde 1253 heilig gesprochen.


13. April
HL. MARTIN I.
Papst, Märtyrer

Er stammte aus Umbrien und war Papst von 649 bis 653. Auf der Lateransynode 649 verurteilte er die Irrlehre der Monotheleten, d. h. die Lehre, nach der es in der Person Jesu nur einen einzigen, nämlich den göttlichen, Willen, nicht aber einen menschlichen Willen gegeben hätte; damit aber wäre die wahre und volle Menschheit Jesu in Frage gestellt gewesen. Kaiser Konstans II., der auf der Seite der Irrlehrer stand, ließ den Papst 653 nach Konstantinopel bringen. Dort wurde Martin I. wegen Hochverrats zum Tode verurteilt; dann wurde er auf die Krim verbracht, wo er 655 starb. Noch zu seinen Lebzeiten wurde in Rom sein Nachfolger gewählt.


18. April
Selige Maria von der Menschwerdung (Acarie)
Karmelitin (+ 1618)

Die selige Maria von der Menschwerdung hat sich große Verdienste um die Ausbreitung des Teresianischen Karmel in Frankreich erworben. Geboren zu Paris im Jahre 1566 wurde sie mit 16 Jahren mit Pierre Acarie verheiratet und gehörte zu den vornehmsten und reichsten Familien des Landes. Dennoch blieb sie eine tief fromme Frau und gute Mutter von sieben Kindern, mildtätig zu den Armen und Kranken. Nach dem Tod ihres Mannes bat sie um Aufnahme in den Karmel von Amiens, wo sie 1615 als Laienschwester Profess machte; gestorben ist sie 1618 im Karmel von Pontoise. Sie wurde 1791 selig gesprochen



19. April
HL. LEO IX.
Papst

Leo IX. hieß, bevor er Papst wurde, Bruno. Er wurde 1002 als Sohn der elsässischen Grafenfamilie von Egisheim und Dagsburg geboren. 1026 wurde er Bischof von Toul. Er reformierte das Ordensleben in seiner Diözese, indem er in vielen Klöstern die Bräuche von Cluny einführte. Als er 1049 Papst wurde, berief er ausgezeichnete Männer an die römische Kurie, hielt viele Synoden ab, bemühte sich um die Befreiung der Kirche von der politischen Gewalt und bereitete so den Weg für die Reformen des Papstes Gregor VII. Während seiner Amtszeit kam es zur großen Kirchenspaltung zwischen Osten und Westen. Leo starb schon 1054. Er war der bedeutendste der wenigen deutschen Päpste.

Güte heißt Opfer
Papst Leos IX. Wahlspruch hieß: „Die Erde ist voll von der Güte des Herrn“ (Psalm 33, 5). Dieses Wort wollte er wahr machen. „Aber Güte, das war nicht ein Gehenlassen, ein energieloses Zugestehen; Güte hieß: opfernde Hingabe für die innere Not der Kirche.“ (H. Tüchle)


21. April
HL. ANSELM
Bischof, Kirchenlehrer

Anselm war ein europäischer Mensch. Er wurde um 1033 in Aosta (Italien) geboren; wurde Mönch und Abt in der Abtei Bec in der Normandie (Frankreich), und schließlich war er 1093-1109 Erzbischof von Canterbury und Primas von England. Als solcher war er ein Vorkämpfer der kirchlichen Freiheit, im gleichen Sinn wie später Papst Gregor VII. Zweimal musste er in die Verbannung gehen. Er war ein philosophischer und theologischer Denker von ungewöhnlichem Format und gilt als Vater der scholastischen Theologie. Er versuchte, die traditionsgebundene Theologie seiner Zeit auf eine neue Grundlage zu stellen; nicht mehr mit Berufung auf Autoritäten und Bibelstellen will er seine theologischen Beweise führen, sondern in strenger vernünftiger Logik. Der Glaube soll für die Vernunft einsichtig werden. Damit steht Anselm in der Mitte zwischen Augustinus und Thomas von Aquin. Er starb am 21. April 1109 in Canterbury.

„Herr, ich versuche nicht, in deine Höhe vorzudringen; mein Verstand kann dich ja auf keine Weise erreichen. Ich wünsche nur, einigermaßen deine Wahrheit zu begreifen, die mein Herz glaubt und liebt: Denn ich suche nicht zu begreifen, um zu glauben. sondern ich glaube, um zu begreifen.“ (Anselm)


21. April
HL. KONRAD VON PARZHAM
Ordensbruder

Konrad wurde 1818 geboren und stammte aus einer Bauernfamilie in Parzham bei Griesbach, Diözese Passau. In reifem Alter wurde er Kapuzinerbruder (1849) in Altötting, wo er einundvierzig Jahre das Amt des Pförtners versah. An dem großen Wallfahrtsort hat er Wanderern und Armen viel Gutes getan. „In Gottes Namen“, sagte er immer wieder. Er war ein Ausspender der Liebe Gottes. Konrad starb am 21. April 1894.

Große Taten
„Bei Konrad, diesem Helden des Glaubens, treuer Pflichterfüllung und christlicher Nächstenliebe, sucht ihr vergebens nach den wunderbaren Großtaten anderer Heiliger, die selbst die Welt staunend aufhorchen lassen. Aber ihr seht bei ihm neben der Frömmigkeit der heiligen Einsiedler einen Tugendheroismus, der dem tätigen Leben der großen in nichts nachsteht.“ (Kardinal Pacelli)


23. April
HL. ADALBERT
Bischof, Glaubensbote, Märtyrer

Adalbert wird der Apostel der Preußen genannt, obwohl seine Missionstätigkeit wenig Erfolg hatte und damit endete, dass er 997 von sieben Preußen mit Spießen erstochen wurde. Er stammte aus dem böhmischen Adelsgeschlecht der Slavnik und wurde an der Magde­burger Domschule erzogen. 983 wurde er, noch sehr jung, zweiter Bischof von Prag. Zu seiner Diözese gehörten außer Böhmen auch Schlesien, das südliche Polen und die heutige Slowakei. In der Ausübung seines Bischofsamtes stieß er auf heftigen Widerstand beim Adel und beim Volk. Das Land war zwar offiziell christlich geworden, aber man hielt noch an heidnischen Gebräuchen fest. Nach wenigen Jahren bat Adalbert um Enthebung von seinem Amt und trat in ein römisches Benediktinerkloster ein. Aber 992 musste er nach Prag zurück, konnte jedoch wieder nichts ausrichten. Deshalb ging er als Missionar nach Ungarn, später nach Polen und Preußen. Adalbert hat in sei­nem Leben nicht viel erreicht. Aber er hat das Gute gewollt und das Große erstrebt.



23. April
HL. GEORG
Märtyrer

Seit dem 4. Jahrhundert ist in Lydda (Palästina) die Verehrung des Märtyrers Georg bezeugt. Er stammte aus Kappadozien und war römischer Offizier. Unter Kaiser Diokletian erlitt er 303 einen grausamen Tod. In der späteren, reichlich ausgeschmückten Legende erscheint Georg als der Held, der glorreich den Kampf mit dem höllischen Drachen besteht. Der unbesiegbare Glaubensheld wurde zum großen Soldatenpatron. Das Land zwischen dem Kleinen und dem Großen Kaukasus heißt nach ihm Georgien. Im Osten und im Westen wurde Georg viel verehrt.


24. April
HL. FIDELIS VON SIGMARINGEN
Ordenspriester, Märtyrer

Markus wurde 1578 in Sigmaringen als Sohn des Adlerwirts und Bürgermeisters Roy geboren. Er studierte in Freiburg i. Br. und wurde Doktor in Philosophie und Rechtswissenschaften. 1612 wurde er Priester und trat mit dem Namen Fidelis in den Kapuzinerorden ein. Er war Prediger und Guardian in der Schweiz und in Vorarlberg (Feldkirch). 1622 wurde ihm die rätische Mission, d. h. die Bekehrung der Kalviner Graubündens, aufgetragen. Schon am 24. April 1622 wurde Fidelis von kalvinistischen Bauern erschlagen. Er ist Patron der Juristen und des früheren Landes Hohenzollern.

Gebet
„Gütigster Jesus, bewahre mich davor, dass ich je einen Menschen, und mag er mich noch so hassen und verfolgen, verachte, gering schätze, ihn herabsetze oder mich von ihm abwende. Lass in mir niemals Hass oder auch nur eine bittere Empfindung gegen ihn aufkommen, und lass nicht zu, dass ich an seiner Besserung verzweifle, solange er lebt.“ (Aus den Aufzeichnungen des hl. Fidelis)



25. April
HL. MARKUS
Evangelist
Fest

Johannes mit dem Beinamen Markus (Apg 12,12) war der Sohn der Maria, in deren Haus sich die Urgemeinde von Jerusalem versammelte. Er begleitete seinen Verwandten Barnabas und den Apostel Paulus auf der ersten Missionsreise, kehrte aber, als sie in Perge in Pamphylien ankamen, allein nach Jerusalem zurück (Apg 13,13). Es scheint, dass er den Mut verloren hatte. Auf die zweite Missionsreise wollte Paulus ihn nicht mehr mitnehmen. Später finden wir ihn wieder bei Paulus (Phlm 24; Kol 4,10; 2 Tim 4,11). Dann war er Begleiter des Petrus in Rom. Petrus-Erinnerungen sind auch in dem nach Markus benannten Evangelium zu erkennen, das sicher vor der Zerstörung Jerusalems (70 n. Chr.) geschrieben wurde. - Nach der Überlieferung soll Markus die Kirche von Alexandrien gegründet und geleitet haben und dort als Märtyrer gestorben sein. Seine Reliquien kamen im 9. Jahrhundert auf abenteuerliche Weise nach Venedig, wo ihm die Hauptkirche (Markus-Dom) geweiht ist.




27. April
HL. PETRUS KANISIUS
Ordenspriester, Kirchenlehrer

Petrus Kanisius ist der erste und bedeutendste deutsche Jesuit: Geboren am 8. Mai 1521 in Nijmegen, wuchs er in den Jahren auf, als sich der Protestantismus in Norddeutschland ausbreitete. Er studierte zwischen 1536 und 1546 in Köln; 1543 schloss er sich dem Jesuitenorden an. Durch die Kartäuser in Köln war er auch mit den deutschen Mystikern in Berührung gekommen, deren Einfluss in seinem Leben wirksam blieb. 1549 ließ Ignatius ihn als achten Jesuiten zur feierlichen Profess zu. Die nächsten dreißig Jahre sind der Wiedergewinnung Deutschlands für den katholischen Glauben geweiht. Er arbeitete in Ingolstadt, Wien, Prag, Augsburg, Innsbruck und München. 1556-1569 war er erster Oberer der oberdeutschen Ordensprovinz. Er nahm an Reichstagen und Religionsgesprächen teil. Wichtig sind seine drei Katechismen: der Große Katechismus, für Geistliche und gebildete Laien (1555); der Kleine Katechismus, mit 59 Fragen und „kurzen Gebeten für die Einfältigen“; die weiteste fand der für die Lateinschulen bestimmte Mittlere Katechismus. Kanisius schrieb auch ein „Manuale für Katholiken“, von dem Historiker Jedin als der „Sonntags-Schott der deutschen Katholiken des 16. und 17. Jahrhunderts“ bezeichnet. 1580 wurde Kanisius nach Freiburg in die Schweiz geschickt; dort starb er 1597.

Vertrauen
„Ich weiß oft nicht, was für ein Wind mich vorantreibt, wohin mein Schifflein segelt, wo ich festsitze und wie ich meinen Kurs richtig steuere.“ -
„Ich vertraue auf Gott, meinen Herrn, der mir alles zum Besten schickt. Des Ewigen, nicht des Zeitlichen wegen bin ich erschaffen und erlöst worden.“ (Petrus Kanisius)



28. April
HL. PETER CHANEL
Priester, Märtyrer

Peter Chanel, der erste Märtyrer Ozeaniens, wurde 1803 in Frankreich geboren. Drei Jahre nach seiner Priesterweihe trat er bei den Maristen ein (1831) und wirkte seit 1837 auf der Insel Futuna (Ozeanien). Trotz großer Mühe sah er so gut wie keinen Erfolg. 1841 ließ ihn der König der Insel aus Zorn über die Bekehrung seines Sohnes und aus Angst um seine Herrschaft ermorden. Wenige Monate nach dem Tod des Missionars wurde die ganze Insel katholisch, und sie ist es geblieben bis heute.

Der Erfolg
„Zwanzig Taufen - vier von Erwachsenen, die übrigen von Kindern, und alle in Todesgefahr - sind die ganze Ernte, die ich in achtzehn Monaten eingebracht habe.“ (Peter Chanel, Brief vom Jahr 1839)




29. April
HL. KATHARINA VON SIENA
Ordensfrau, Kirchenlehrerin
Fest

Katharina ist eine aufregende und rätselhafte Heiligengestalt (was im Grunde von allen Heiligen zu sagen wäre). Sie wurde 1347 als das 23. Kind eines Wollfärbers in Siena geboren. Mit sieben Jahren hatte sie ihre erste mystische Christusbegegnung. Da ihr von den Angehörigen die ersehnte Stille und Einsamkeit zunächst verweigert wurde, lernt sie, in das Heiligtum ihres eigenen Inneren zu fliehen, wo niemand sie stören konnte. 1365 trat sie dem Dritten Orden der Dominikaner bei. Sie lebte in harter Buße, diente den Armen und Kranken, arbeitete in einer zerstrittenen Welt für den Frieden und wurde allmählich zur einflussreichen Beraterin von weltlichen und kirchlichen Großen, zu einer Macht, mit der man rechnen musste. Sie betrieb vor allem die Rückkehr des Papstes aus Avignon (1377) und die innere Reform der Kirche. Ihre Briefe und ihr „Buch von der göttlichen Vorsehung“ (Der Dialog) haben großen Einfluss ausgeübt und gehören zur klassischen italienischen Literatur. Katharina starb am 29. April 1380 und wurde 1461 heilig gesprochen. Papst Paul VI. erhob sie zur Kirchenlehrerin.

Feuer
„Mein Wesen ist Feuer.“ - „Seid versichert: wenn ich sterbe, ist die einzige Ursache meines Todes die Liebe zur Kirche.“ (Katharina von Siena)


30. April
HL. PIUS V.
Papst

Der große Reformpapst Pius V. (Michele Ghislieri), geb. 1504, war mit vierzehn Jahren bei den Dominikanern eingetreten, 1556 Bischof und im folgenden Jahr Kardinal geworden. Als Papst (seit 1566) setzte er sich für die Durchführung der Reformen ein, die das Konzil von Trient angeordnet hatte. Er gab die liturgischen Bücher neu heraus (Missale Romanum, 1570), ordnete Synoden und Visitationen an und bemühte sich um die sittliche und geistige Hebung von Klerus und Volk. In seine Zeit fällt der Sieg über die Türken in der Seeschlacht von Lepanto (1571). Er starb 1572, aufgebraucht durch seine strenge Lebensweise und durch die Mühen und Sorgen seines Amtes.