Kommt und seht

HERRZLICH WILLKOMMEN

Wir sind eine kleine katholische Ordensgemeinschaft, die auf der Halbinsel südlich Hamburgs an diesem Ort der Stille und der Einkehr sich niedergelassen hat, zugehörig dem kontemplativen Teresianischen Reformorden.

Unsere neue Lebensform hier ist wie eine Antwort auf die Frage nach einem Weg der Karmel der Zukunft, wie wir die Herausforderungen der Zeichen der Zeit in Kirche und Welt und auf die religiösen und menschlichen Sehnsüchte der Menschen von heute reagieren sollen.

Unsere Gebetszeiten - Chorgebet und Inneres Beten sind offen für alle. Außerdem bieten wir den Suchenden die Möglichkeit für einen kurzen Aufenthalt in der Stille und Besinnung in dem Gästehaus und Gästewohnungen.

Sonntag, 22. Oktober 2017

Aktuelles


"Du führst mich hinaus ins Weite" (Psalm 18)


Der Monat der Weltmission 2017 mit dem Schwerpunktland Burkina Faso steht unter dem biblischen Leitwort "Du führst mich hinaus ins Weite" (Psalm 18). Der "Sonntag der Weltmission" wird jedes Jahr weltweit im Oktober begangen. Die Kirche will den Fokus auf die junge Kirche mit ihrer Stärke und auch mit den vielen Sorgen richten.

 Durch Spenden und Kollekten unterstützt man die ärmsten Diözesen in Afrika, Asien und Ozeanien

Das Plakatmotiv entstand während eines Fahrradausflugs in das Dorf Diolyr im Erzbistum Koupéla. Zu sehen ist Schwester Marie Kankouan mit einem Mädchen aus dem "Foyer des Filles", einem Zentrum der katholischen Schwestern vom Orden "Sœurs de l'Immaculée Conception".

In dem Wohnheim werden unter anderen Mädchen aufgenommen, die vor der Zwangsehe geflohen sind.  In dem Zentrum können sie sich weiterqualifizieren, eine Ausbildung zur Näherin machen oder in einer nahen Schule ihren Schulabschluss nachholen.

Die 30 Jahre alte Schwester Marie ist eine von mehreren Schwestern, die mit den Mädchen zusammenlebt. Allein im vergangenen Jahr fanden im Erzbistum Koupéla 92 Mädchen bei Ordensschwestern und in Katechistenfamilien Unterschlupf, die vor der Zwangsehe geflohen sind.

Die Ordensgemeinschaft "Soeurs de l’Immaculée Conception"  ist die größte einheimische Kongregation in Burkina Faso. Die Ordensschwestern unterhalten landesweit zahlreiche Wohnheime für Mädchen.

 http://www.missio.com/thema-des-monats/wms/videos

( Aus der MISSIO) 


DEICHPARTIE auf Finkenwerder am 9 und 10. September.2017




 
 Bilder aus den verschidenen Handwerker Finkenwerder 

Einst war Finkenwerder ein Fischerdorf. Jetzt scheint es dieser Flair durch das Gelände Airbus verloren zu sein.
 Diese Meinung verblasst, wenn man bei der Deichpartie , die an dem Wochenende von 9-10. September hier stattfand,Gelegenheit hatte, die künstlerische Begabung in den Werkstätten zu entdecken, wie Kunstmalerei, Lederarbeit, Schmiedekunst usw.…

Dann schenkt es Freude, zu erkennen: Finkenwerder verstehen Ihre Werte zu erhalten und zugänglich zu machen.





Wir haben hier eine Mutter „ 100 Jahre im Fatima

Papst Franziskus betet vor der Fatima Muttergottes
Die Fatima Muttergottes wurde nachc dem Eucharistiefeier
+ in die Erscheinungskapelle zurückgebracht.

 Die Seherkinder im 1917 von links nach rechts: Lucia ,Francisco und Jacinta Marto
Die Muttergottes bei der Lichtprozession am Abend, dem 12. Mai. 2017
Drei Pilger ungeachtet allen Mühsalen  , froh bei der Ankunft in Fatima„
Auch einen Tag nach der Rückkehr aus Fatima ging es im Vatikan an dem Sonntag , 14. Mai um den portugiesischen Marienwallfahrtsort: Am Vormittag besuchte der Papst die römische Marienbasilika Santa Maria Maggiore, um bei der Muttergottes für die zweitägige Reise nach Portugal zu danken. Vor dem Marienbild "Salus populi romani" verweilte er rund 20 Minuten still und legte weiße Rosen vor der Ikone nieder. Beim Mittagsgebet auf dem Petersplatz sagte der Papst, dass er mit seinem Besuch in Fatima, um den mütterlichen Schutz Marias für die ganze Welt erbeten habe. Auch erinnerte er an die beiden neuen Heiligen Francisco und Jacinta Marto, die Beispiele der Treue zu Christus und des Zeugnisses für das Evangelium seien. Sie riefen die Gläubigen zur Umkehr auf.
Das „Regina Coeli“ habe als Mariengebet eine besondere Bedeutung, so der Papst. Auch in Fatima habe das Gebet eine große Rolle gespielt, er sei dort mit den Gläubigen „ins Gebet eingetaucht“. Es sei ihm darum gegangen, den mütterlichen Schutz zu erbitten und erinnerte hierbei auch an den Muttertag, der weltweit an diesem Sonntag gefeiert wird. Nach dem Mittagsgebet ging der Papst auch auf die Bedeutung des Lebensschutzes ein, der besonders gut zum Muttertag passe, da die Frauen das Geschenk des Lebens weiter geben dürfen.
Ein weiteres Stichwort beim „Regina Coeli“ lautete „Frieden“: Er sei nach Fatima gereist, um für den Frieden zu beten. Er sei nach Portugal als Pilger der Hoffnung und des Friedens gereist, so Franziskus in seiner Ansprache.
Während seines zweitägigen Aufenthalts in Fatima am Freitag und Samstag habe es mehrere Momente des Gebets gegeben. Da habe sich eine „besondere Atmosphäre“ gebildet. Doch immer sei es um die Botschaft der Liebe Gottes gegangen. Der auferstandene Herr sei immer präsent gewesen, gerade in der Eucharistie sei er immer gegenwärtig, aber auch unter den Kranken, die in Fatima „die eigentlichen Protagonisten“ waren und sind.
Über die beiden neuen Heiligen – die zwei Seher-Kinder Francisco und Jacinta Marto – die mit Lucia, vor genau 100 Jahren die ersten Marienerscheinungen erlebt hätten, sagte der Papst, dass sie insofern für die heutigen Gläubigen Vorbilder seien, da sie nicht nur die Botschaft der Muttergottes wahrgenommen hätten sondern auch danach lebten. Deshalb sei die Heiligsprechung von Francisco und Jacinta als „Beispiel für die Treue zu Christus“ zu verstehen. Auch seien sie „wahre Zeugen für das Evangelium“. Es handelte sich um die ersten Kinder, die nicht wegen eines Martyriums heiliggesprochen wurden. Deshalb wolle er der Kirche die Leiden und Sorgen aller Kinder ans Herz legen. Die Seher-Kinder hätten die Menschen zur Umkehr und Buße aufgerufen und diesen Aufruf gelte heute noch: Auch die heutigen Gläubigen sollen weiterhin „um die Gnade der Umkehr flehen, wie auch um das Ende der vielen Kriege sowie der absurden kleinen und großen Konflikte, die das Antlitz der Menschheit entstellen“.
Nach dem Mittagsgebet bat der Papst der Gottesmutter als „Königin des Friedens“, um das Ende von den Kriegen, die besonders im Nahen Osten wüteten. Dort seien etliche Menschen hart geprüft und zwar nicht nur Christen und Moslems. Namentlich nannte Franziskus die Jesiden, eine von Islamisten im Irak verfolgte Religionsgemeinschaft als verfolgte Minderheit. Nur der Weg des Dialogs und der Geschwisterlichkeit könne eine Zukunft der Sicherheit und des Friedens ermöglichen. Radio Vatikan


Freitag, 20. Oktober 2017

Geistliches Wort zum Nachdenken.

Bildergebnis für karmel  avila

Teresa von Avila  hat  viele Titel: Gründerin des Karmel, Tochter der Kirche, große Kontemplative Frau, Botin der Liebe Gottes. Vor allem aber  wird sie  gern als Teresa von Jesus genannt.

Diese bekannte  Geschichte   gibt ihr diesem Titel dafür:
Als sie sich im Karmel Toledo aufhielt, sah sie einen kleinen, hübschen Jungen.
Sie fragte ihn: Wie heißt Du?
Der Junge fragte sie aber zurück:
Und Du, wie heißt du ?
 Sie antwortete:Ich bin Teresa von Jesus.
Der Junge antwortete lächelnd:  Und ich, ich bin Jesus von Teresa.  Dann verschwand auf einmal der kleine Junge.

Papst Johannes XXIII mochte sehr diese Episode sehr. Er schrieb in seinem Geistlichen Tagebuch:
Wie kann ich leben, sodass Jesus zu  mir auch wie einst zu Teresa von Avila sagte: Ich bin Jesus von Angelo. 

Am 15. Oktober feiern wir das Hochfest von Teresa von Avila. Bis dahin wollen wir versuchen,

 wieder auf ihren Spur zu gehen, indem wir Sie einladen,sich von Teresas Texten helfen zu lassen,

wie
wir  in Freundschaft mit Gott  in unserem Alltag leben können.

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Was wollen wir denn mehr …
Dieser unser Herr ist es,
durch den uns alle Wohltaten zukommen.
Er wird Euch unterweisen.
Wenn Ihr sein Leben anschaut,
ist er das beste Beispiel.
Was wollen wir denn mehr als einen
so guten Freund an der Seite,
der uns in den Mühen und
Bedrängnissen nicht im Stich lässt,
wie es die von der Welt tun?
Glückselig, wer ihn wirklich liebt
und ihn immer neben sich hat. …
Ich habe mir aufmerksam
einige Heilige angeschaut,
große Kontemplative, nachdem ich
das verstanden hatte,
und sie gingen keinen anderen Weg.
Teresa von Ávila
in: DAS BUCH MEINES LEBENS (Vida) 22,7




„Mir nützte es, Felder oder Wasser oder Blumen zu sehen.
In diesen Dingen fand ich eine Spur des Schöpfers, ich meine, sie weckten mich auf und sammelten
mich und dienten mir als Buch;
aber auch in meiner Undankbarkeit und meinen Sünden. In den Dingen des Himmels und in
erhabenen Dingen war mein Verstand so schwerfällig, dass ich mir sie nie und nimmer vorstellen konnte, bis mir sie der Herr auf andere Weise vor Augen führte“

aus:  BUCH MEINES LEBENS 9,5

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Als ich heute unseren Herrn anflehte, er möge durch mich reden […], bot sich mir an, was ich jetzt
sagen will, sozusagen als eine Art Ausgangspunkt, nämlich unsere Seele als eine gänzlich aus einem
einzigen Diamanten oder sehr klaren Kristall bestehende Burg zu betrachten, in der es viele Gemächer gibt, so wie es im Himmel viele Wohnungen gibt (Joh 14,2).
[…] Bedenken wir nun, dass diese Burg, wie ich schon sagte, viele Wohnungen hat, die einen oben, die anderen unten, andere an den Seiten. Und in der innersten Mitte von all diesen Wohnungen
liegt die vornehmste, in der die höchst geheimnisvollen Dinge zwischen Gott und der Seele vor sich gehen. Es ist nötig, dass ihr euch aufmerksam mit diesem Vergleich befasst; vielleicht kann ich euch dadurch, so Gott will, etwas von den Gnadengaben verständlich machen, die Gott, so er will, den Seelen schenkt, dazu auch die Verschiedenartigkeiten, die es in ihnen gibt, zumindest insofern als ich erkannt habe, was da möglich ist.

[…] Um nun aber zu unserer schönen, beglückenden Burg zurückzukehren,
müssen wir sehen, wie wir in sie eintreten können. Das hört sich so an, als würde ich

dumm daherreden, denn wenn diese Burg die Seele ist, dann ist doch klar, dass es keinen Grund
gibt, um in sie einzutreten, da man sie doch selbst ist; genauso müsste es unsinnig erscheinen, jemanden aufzufordern, in ein Zimmer einzutreten, in dem er schon ist.

Ihr müsst aber verstehen, dass es zwischen Drinnensein und Drinnensein
einen großen Unterschied gibt. Es gibt nämlich viele Seelen, die sich im Wehrgang der Burg
aufhalten, also dort, wo die Wächter sind, und denen nichts daran liegt, hineinzugehen, ja die
noch nicht einmal wissen, was es an diesem kostbaren Ort alles gibt, noch wer drinnen ist, noch was
es da für Gemächer gibt. Ihr werdet schon gehört haben, dass man der Seele in manchen
Büchern übers innere Beten rät, in ihr Inneres einzutreten; genaudarum geht es. […] Denn soviel
ich verstehen kann, ist das Eingangstor zu dieser Burg das innere Beten und die Betrachtung 

aus: WOHNUNGEN DER INNEREN BURG, 1M 1,1-7


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Aus einem Brief von Teresa von Avila an  Pater Ambrossio in Madrid 
 am 16. Februar. 1577

"Machen Sie sich überhaupt keine Sorgen, denn wann immer die Dinge besser zu laufen scheinen, bin ich eigentlich unzufriedener als ich es jetzt bin. Sie wissen doch schon, dass der Herr immer will, dass wir einsehen, dass es seine Majestät ist, der tut, was gut für uns ist. 
Damit man das besser begreift und erkennt, dass es sein Werk ist, lässt er normalerweise tausenderlei Verwicklungen zu. gerade dann aber gelingt alles am besten."  


               



Die Aufgabe

Anthony de Mello

Als einige seiner Schüler einen weltbekannten geistlichen Begleiter mit Lob bedachten, hielt sich der Meister zurück.

Als man ihn später nach dem Grund fragte, sagte er: "Der Mann übt Macht über andere aus - er ist kein geistlicher Begleiter."

"Worin besteht dann die Aufgabe eines geistlichen Begleiters?"

"Zu inspirieren, nicht Vorschriften zu machen", sagte der Meister. "Wach zu machen, nicht zu nötigen."


              


Geschenke Gottes
 Basil Hume


Frieden, Gelassenheit, Freiheit sind ein Geschenk Gottes. Sie werden uns zuteil und beginnen Wurzeln zu schlagen, wenn wir uns seiner Liebe zuwenden und unser Leben von ihr berühren lassen. Dann merken wir, dass Standhaftigkeit weit mehr ist als der Versuch, irgendwie zu überleben. Vielmehr fühlen wir uns gedrängt, aktiv dazu beizutragen, dass sich Gottes Reich in der Gesellschaft ausbreitet.
Ungeachtet der Tragödien und Hiobsbotschaften, mit denen wir immer wieder konfrontiert werden, ergeht je neu der Ruf an uns, unseren Teil beizutragen, dass in unserer Welt etwas vom Gottesreich sichtbar wird und die Kräfte des Guten über die Kräfte des Bösen siegen. Doch der erste „Kampf”, den wir zu führen haben, ist der in uns selbst: Wir sind gerufen, zu überwinden, was nicht im Sinne Gottes ist, damit wir ganz ihm gehören und sein Werkzeug sein können.