Kommt und seht

HERRZLICH WILLKOMMEN

Wir sind eine kleine katholische Ordensgemeinschaft, die auf der Halbinsel südlich Hamburgs an diesem Ort der Stille und der Einkehr sich niedergelassen hat, zugehörig dem kontemplativen Teresianischen Reformorden.

Unsere neue Lebensform hier ist wie eine Antwort auf die Frage nach einem Weg der Karmel der Zukunft, wie wir die Herausforderungen der Zeichen der Zeit in Kirche und Welt und auf die religiösen und menschlichen Sehnsüchte der Menschen von heute reagieren sollen.

Unsere Gebetszeiten - Chorgebet und Inneres Beten sind offen für alle. Außerdem bieten wir den Suchenden die Möglichkeit für einen kurzen Aufenthalt in der Stille und Besinnung in dem Gästehaus und Gästewohnungen.

Donnerstag, 27. April 2017

Geistliches Wort zum Nachdenken.


Die Kraft Gottes


Komme, was mag. Gott ist mächtig!

Wenn unsere Tage verdunkelt sind und
unsere Nächte finsterer als tausend Mitternächte,
so wollen wir stets daran denken,
dass es in der Welt die große segnende Kraft
Gottes gibt. Gott kann Wege aus der Ausweglosigkeit
weisen. Er will das dunkle Gestern
in ein helles Morgen verwandeln – zuletzt in
den leuchtenden Morgen der Ewigkeit.

Martin Luther King




Das Unsichtbare im Sichtbaren
Gerhard Lohfink

Max Beckmann, wohl der größte deutsche Maler des 20. Jahrhunderts, notierte in einem seiner Tagebücher den Satz: „Wenn man das Unsichtbare begreifen will, muss man so tief wie möglich ins Sichtbare eindringen“.
Diese Einsicht gilt auch für den Blick auf Jesus: Wenn wir ahnen wollen, was es heißt, Jesus sei wahrer Gott, müssen wir so tief wie möglich in seine Menschheit eindringen: in seine Gleichnisse, in seine Bildworte, seine Heilungen, seine Zeichenhandlungen, sein Leben, sein Sterben. Wenn wir sein Menschsein nicht in seiner ganzen Weite und Tiefe wahrnehmen, werden wir von diesem anderen Geheimnis seiner Person nichts erahnen können.





Ostern heißt: Immer hat uns die Liebe in Arbeit. Auch wenn wir uns nur als

Raupen sehen, wird doch daraus ein Schmetterling. Gut, dass wir Ostern im

Frühling feiern. Wo vorher Dürre, Kahles, Stummes war, da tanzt das Leben.

Frühlingserwachen lässt die Sprengkraft von Jesu Auferstehung erahnen. Vor uns

die Zukunft, Wandel, Neuland, vor uns eine neue Kreatur – ich, du im Werden,

unverloren, für Besseres, Schöneres, Heileres bestimmt. Wenn sogar unser Lebensende

in ein neues Anfangen verschlungen wird, haben wir allen Grund, vor

uns Neues zu sehen. So verbanne alles Schattenhafte entschlossen; alles Starre

in dir lass strömen, mach deine Kräfte flüssig. Lass die Furcht vor dem Tod, lass

die Furcht vor dem Leben. Perplex ist alles, staune, lache, zieh dir Ostern an.

Traugott Giesen

Ostern in verschiedenen Lebenssituationen

 Augustin Schmied

Die Christen haben Ostern nie so gefeiert, dass sie sich die Augen zugehalten hätten, um das Leidvolle in der Welt nicht zu sehen. Diejenigen, die in der Anfangszeit des Christentums an den Auferstandenen geglaubt haben, hatten ja noch sein schreckliches Leiden und sein Sterben am Kreuz vor Augen, und sie hatten auch selbst zu leiden. Diese ersten Gläubigen waren bedroht, diskriminiert, verfolgt. Aber sie wussten sich gehalten und mit dem verbunden, der durch Leiden und Tod in ein unzerstörbares Leben eingegangen war. Die frühesten Osterbilder der christlich geprägten Kunst finden sich wohl nicht von ungefähr auf Sarkophagen, auf Särgen und in Begräbnisstätten. Menschen, die trauerten, haben sich den Ostersieg vor Augen gestellt. Es waren noch ganz einfache Darstellungen: zum Beispiel ein Kreuz mit einem Lorbeerkranz als Lebens- und Siegeszeichen.