Kommt und seht

HERRZLICH WILLKOMMEN

Wir sind eine kleine katholische Ordensgemeinschaft, die auf der Halbinsel südlich Hamburgs an diesem Ort der Stille und der Einkehr sich niedergelassen hat, zugehörig dem kontemplativen Teresianischen Reformorden.

Unsere neue Lebensform hier ist wie eine Antwort auf die Frage nach einem Weg der Karmel der Zukunft, wie wir die Herausforderungen der Zeichen der Zeit in Kirche und Welt und auf die religiösen und menschlichen Sehnsüchte der Menschen von heute reagieren sollen.

Unsere Gebetszeiten - Chorgebet und Inneres Beten sind offen für alle. Außerdem bieten wir den Suchenden die Möglichkeit für einen kurzen Aufenthalt in der Stille und Besinnung in dem Gästehaus und Gästewohnungen.

Samstag, 25. Februar 2017

Geistliches Wort zum Nachdenken.

Weg von Augustinus von Hippo




Ein Stück des Weges liegt hinter dir,
ein anderes Stück hast du noch vor dir,

Wenn Du verweilst, dann nur , um dich zu stärken,
nicht aber um aufzugeben.




Wieder aufstehen

 Menschen fragen manchmal, was Mönche in einem Kloster tun.
Die Antwort lautet: wir fallen und stehen auf,
wir fallen und stehen auf, und abermals fallen wir und stehen wieder auf.
Und wir finden die Stärke aufzustehen, indem wir Gott unsere Schwäche bekennen.

Pachomimus




 Lorenz Marti

 Wie schnürt ein Mystiker seine Schuhe? Die großen Fragen und der tägliche Kleinkram.

Es fragte einmal ein Schüler seinen Lehrer, Rabbi Shmelke von Nikolsburg, wie er Gott am besten dienen könne. Dieser schickte ihn zu Abraham Hayyim, einem anderen Rabbi, der ein Gasthaus führte: Das sei ein weiser und heiliger Mann. Der Schüler ging zu diesem Gasthaus, nahm ein Zimmer und blieb mehrere Wochen. Er gab sich alle Mühe, dem Geheimnis dieses heiligen Mannes auf die Spur zu kommen. Aber ihm fiel nichts Besonderes auf. Er sah einen ganz gewöhnlichen Menschen, der all die ganz gewöhnlichen Arbeiten verrichtete, die in einem Gasthaus so anfallen.

Schließlich wollte er es wissen und fragte Rabbi Abraham, was er denn eigentlich den ganzen Tag über so tue.
"Meine wichtigste Aufgabe", antwortete dieser, "ist, das Geschirr immer sauber zu spülen. Ich sorge dafür, dass auf den Tellern und Tassen keine Spuren zurückbleiben. Und ich putze die Töpfe und Pfannen, damit sie nicht rosten."
"Ist das alles?", fragte der Schüler erstaunt.
"Ja, das ist alles", antwortete der Gastwirt.
Der Schüler kehrte etwas enttäuscht zu seinem Lehrer zurück und erzählte ihm, was er erlebt hatte. Darauf sagte ihm Rabbi Shmelke: "Jetzt weißt du alles, was du wissen musst."

Der Schüler hatte in seiner Vorstellung natürlich mehr erwartet: Etwas "Spirituelles" - und nicht bloß einen Gastwirt, der Geschirr spült. Doch gerade diese Erwartung war das große Hindernis. Der Schüler vermochte nicht zu erkennen, wie Rabbi Abraham diese Arbeit verrichtete. Wie er die Teller, Tassen und Töpfe behandelte, als wären sie heilige Gegenstände. Wie seine Handgriffe zu einem feierlichen Ritual wurden und der ganze Abwasch zu einer Meditation: geformte Durchlässigkeit in der Gaststube. Rabbi Abraham hatte mit Worten nichts mehr zu lehren, weil er selber zur Lehre geworden war.

Vergeben und Versöhnen
Alois Kothgasser / Clemens Sedmak



Viele von uns kennen nagende Konflikte. Da gibt es den Streit zwischen Vermieter und Mieter, einen schwelenden Konflikt mit einer Kollegin, Reibereien mit den Nachbarn, Uneinigkeit in der Verwandtschaft. Die meisten von uns haben erlebt, wie belastend ein Konflikt ist, wie quälend es ist, wenn wir gegen jemanden Groll hegen; wie dieses Gefühl von Missgunst und Ablehnung in uns arbeitet, Energien bindet, uns schwächt und vom Wesentlichen abhält. Manchen von uns ist vielleicht auch Unrecht geschehen, Unrecht durch einen Menschen, der sich als selbstsüchtig und auf seinen eigenen Vorteil bedacht erwiesen hat. Und da stehen wir vor der großen Herausforderung, in einem solchen Fall menschliche Größe zu zeigen. Vergebung erfordert menschliche Größe. In einer Geste der Versöhnung geben wir uns selbst, will die Versöhnung tief und von Dauer sein. Es gibt Situationen - etwa wenn wir ungerecht behandelt werden -, in denen wir menschliche Größe im Vergeben zeigen müssen.

Was ist menschliche Größe? Ein beeindruckendes Beispiel für menschliche Größe finden wir in dem bewegenden Buch Alle Flüsse fließen ins Meer, der Autobiographie von Elie Wiesel, der als Sechzehnjähriger elf Monate in einem Konzentrationslager leiden musste, dort auch seine ganze Familie verlor. "Ich erinnere mich", schreibt Elie Wiesel, "an einen polnischen Rabbi, der sich am Ende von Jom Kippur bemühte, diejenigen zu trösten, die nicht gefastet hatten. ,Das Gesetz verlangt von den Juden nicht, daß sie unter Lebensgefahr fasten1, sprach er zu ihnen. ,In den Augen des Schöpfers, gelobt sei Er, ist es heute angebrachter zu essen, als sich zu kasteien.1 Er selbst hatte gefastet. Aufgrund seiner Schwäche wurde er bei der nächsten Selektion mitgenommen. Er bat seine Blockkameraden, ein Kaddisch für seine Seele zu sprechen. Der ganze Block betete für ihn."

Hier stellt sich ein Mensch in den Dienst Gottes; hier legt ein Mensch anderen Menschen keine Lasten auf, die er nicht selbst zu tragen bereit ist; mehr noch: er geht mehr als die verlangte Meile, wie es in der Bergpredigt heißt (Mt 5,41), er richtet sich selbst nicht mit milderem Maß als die anderen. Hier sehen wir menschliche Größe. Menschliche Größe ist ein Verzicht auf das Ausnutzen eines Spielraums, der uns zusteht. Um noch zwei Beispiele zu nennen: Ignatius von Loyola wurde im Jahr 1538 vom spanischen Kleriker Mudarra verfolgt, der mit hinterlistigen Methoden den Ruf von Ignatius beschädigte und dessen Arbeitsmöglichkeiten aufs Spiel setzte. Ignatius wurde nach einer offiziellen Untersuchung rehabilitiert. Mudarra geriet später mit der Inquisition in Konflikt, musste aus Rom fliehen und wandte sich an Ignatius, um durch dessen Intervention eine Milderung der gegen ihn verhängten Sanktionen zu erreichen. Ignatius kam dieser Bitte nach - großzügig, ohne an die Vergangenheit zu denken. Das ist menschliche Größe. Nelson Mandela wurde nach 26 Jahren 1990 aus dem Gefängnis entlassen und rief sofort zu einer Politik der Versöhnung auf, die sich nicht an Mechanismen der Vergeltung orientieren dürfe. Das ist menschliche Größe.



Mittwoch, 22. Februar 2017

Aktuelles


Die hohe Bedeutung des Osterfestes fordert  den  Christen   eine gute Vorbereitung auf das Hochfest ein. In dem Buch des Theologen Ulrich Lüke "Einladung ins Christentum"  beschreibt er  die Fastenzeit  als "eine Art Trainingslager der Menschlichkeit"." Dazu gehören  drei in der Kirche  bekannten Trainingseinheiten  : Fasten, Gebet und Teilen.
"Die Trainingszeit ist oft sehr  mühsam, diszipliniert und  hart. Aber  der Übende wird dadurch belohnt, dass er einen höheren Grad körperlicher, geistiger oder spiritueller Fitness erreicht „

Exerzitien oder Exerzitien im Alltag gehören auch zu diesem Programm. Der Teilnehmer zieht sich bewusst vom Stress des Alltags zurück, um in der Stille „nach dem Wesentlichen zu fragen, zu den „Quellen“ zu gehen, sich auf die „Mitte“ zu besinnen und neue Orientierung aus dem christlichen Glauben zu suchen.
Wir weisen Sie darum  auf 3 Veranstaltungen in dieser Fastenzeit  an 3 verschiedenen Orten hin. Vielleicht spricht    Sie eine davon an.  

  • Exertitien im Alltag in der Karmelzelle Hamburg - Finkenwerder:


  • Glaubensweg in St Marien Hamburg- Altona



  • Online Exertitien mit unserer neuen Heiligen des Karmels:


 





PATER HERMANN COHEN

Der Karmelorden erwartet die Seligsprechung des Bruders Augustin vom heiligsten Sakrament. Sein Leben ist beeindruckend. Als Sohn eines jüdischen Bankers Familie in Hamburg geboren wurde er Schüler von Franz List und ein berühmter Pianist, allerdings in ausschweifender Lebensart in Paris. Er bekahre sich, wurde getauft und konvertierte zum katholischen Glauben .Er wurde Priester und und unbeschuhter Karmelit. Mehr und Näheres können Sie unter diesem links  nachlesen. Als Hamburger Karmelitinnen würden wir uns sehr über seine baldige Seligsprechung und Bekanntwerden in seiner Stadt Hamburg freuen.

http://www.katholisch.de/aktuelles/aktuelle-artikel/er-verdient-es-bekannt-zu-werden


http://www.schmidt-eppendorf.de/Vortrag%20Im%20Sonnenglanz.pdf


                                        



GROSSER BESUCH AM 01.01.2017




   




Das neue Jahr 2017 begann mit unserem Erzbischof Stefan Heße, der mit uns und vielen Besuchern  das Hochamt feierte, an dessen Ende er jedem Einzelnen den Neujahrssegen spendete. In seiner Ansprache unter dem Eindruck von terrorischen Bedrohung um die Jahreswende empfahl er uns“ Handwerker des Friedens zu sein „

                                                     

Gleich zu Beginn des Luther Gedenkjahres gibt es eine interreligiöse Begegnung mit der Gruppe „ Die Brücke- der Laurentiusgemeinschaft! von Hafencitiy bei uns in der Karmelzelle am
 Freitag, dem 13. Januar.

                                             
                                                       
                                               
Am gleichen Wochenende  findet mit unserer evangelischen Nachbargemeinde der ökumenische Neujahrsempfang der beiden Kirchen St. Nikolai und St. Petrus hier bei uns.Nach dem  ökumenischem Gottesdienst in unsere Klosterkirche haben wir die Begegnung im Sasse bei einer ausgedehnten Agape:
am  Sonntag ,15.1.2017 um 10.30 Uhr  in der katholischen Klosterkirche St. PetrusFinkenwerder                                                      
                                                         

Anregenden Gedanken zum Lutherjahr kamen aus karmelitansichen Sicht mit dem Heft Karmelimpulse von Pater Dr. Reinhard Körner, die Sie gratis bestellen unter diesem links:

http://www.karmel-birkenwerder.de/cms/KARMELimpulse.11.0.html


                                               

Dienstag, 11. Oktober 2016

Dienstag, 1. März 2016

3. Fastensonntag C

Lesung aus dem Buch Exodus:
Ex 3,1-8a. 13-15

Der Herr sprach: 
Ich habe das Elend meines Volkes in Ägypten gesehen, 
und ihre laute Klage über ihre Antreiber habe ich gehört.
Ich kenne ihr Leid. 
Ich bin herabgestiegen, 
um sie der Hand der Ägypter zu entreißen 
und aus jenem Land hinaufzuführen in ein schönes, weites Land, 
in ein Land, in dem Milch und Honig fließen.
Da sagte Mose zu Gott: 
Gut, ich werde also zu den Israeliten kommen und ihnen sagen: 
Der Gott eurer Väter hat mich zu euch gesandt. 
Da werden sie mich fragen: 
Wie heißt er? Was soll ich ihnen darauf sagen? 
Da antwortete Gott dem Mose: 
Ich bin der "Ich-bin-da". 
Und er fuhr fort: So sollst du zu den Israeliten sagen:
Der "Ich-bin-da" hat mich zu euch gesandt. 
Weiter sprach Gott zu Mose: So sag zu den Israeliten: 
Jahwe, der Gott eurer Väter, 
der Gott Abrahams, der Gott Isaaks und der Gott Jakobs, 
hat mich zu euch gesandt. 
Das ist mein Name für immer, 
und so wird man mich nennen in allen Generationen.



Liebe Schwestern und Brüder,

Donnerstag, 25. Februar 2016

Heiliges Jahr 2016_ Jubiläum der Barmherzigkeit



Leibliche Werke der Barmherzigkeit
Hungernde speisen
Durstigen zu trinken geben
Nackte bekleiden
Fremde beherbergen
Kranke besuchen
sich um Gefangene sorgen
Tote in Würde verabschieden


Geistliche Werke der Barmherzigkeit:
Unwissenden lehren
Zweiflern raten
Trauernde trösten
Sünder zurechtweisen
jenen, die Leid zufügen, verzeihen
Lästige ertragen
für alle anderen beten
(Weitere Informationen im Gotteslob Nr. 29,3