Kommt und seht

HERRZLICH WILLKOMMEN

Wir sind eine kleine katholische Ordensgemeinschaft, die auf der Halbinsel südlich Hamburgs an diesem Ort der Stille und der Einkehr sich niedergelassen hat, zugehörig dem kontemplativen Teresianischen Reformorden.

Unsere neue Lebensform hier ist wie eine Antwort auf die Frage nach einem Weg der Karmel der Zukunft, wie wir die Herausforderungen der Zeichen der Zeit in Kirche und Welt und auf die religiösen und menschlichen Sehnsüchte der Menschen von heute reagieren sollen.

Unsere Gebetszeiten - Chorgebet und Inneres Beten sind offen für alle. Außerdem bieten wir den Suchenden die Möglichkeit für einen kurzen Aufenthalt in der Stille und Besinnung in dem Gästehaus und Gästewohnungen.

Montag, 24. Juli 2017

Aktuelles



Glück kennt keine Behinderung
In fünf katholischen Urlauber-Kirchen sind Bilder von Menschen mit Trisomie 21 (Down-Syndrom) in den Sommermonaten zu sehen. Die Fotografin Jenny Klestil begleitet Familien, die mit einem gewissen Extra leben und thematisiert dieses Glück in bundesweiten Ausstellungen.

Termine:

22. Juli bist 09. August: Kirche St. Elisabeth, Seeuferweg 5, 24351 Damp
22. Juli bis 01. September: Kirche St. Christophorus, Elisabethstraße 23, 25980 Westerland
22. Juli bis 01. September: Kirche St. Raphael, Hafenstrasse 11, 25992, List auf Sylt
26. Juli bis 20. August: Kirche St. Stephanus, An der Allee 21, 23747 Dahme
12. August bist 30. August: Kirche St. Ulrich, Badallee 58, 25826 St. Peter-Ording

Die Kirchen sind tagsüber geöffnet. Hier mehr Informationen. ( Aus dem Erzbistum Hamburg)

"Wir haben hier eine Mutter „ 100 Jahre im Fatima


Papst Franziskus betet vor der Fatima Muttergottes
Die Fatima Muttergottes wurde nachc dem Eucharistiefeier
+ in die Erscheinungskapelle zurückgebracht.

 Die Seherkinder im 1917 von links nach rechts: Lucia ,Francisco und Jacinta Marto
Die Muttergottes bei der Lichtprozession am Abend, dem 12. Mai. 2017
Drei Pilger ungeachtet allen Mühsalen  , froh bei der Ankunft in Fatima„
Auch einen Tag nach der Rückkehr aus Fatima ging es im Vatikan an dem Sonntag , 14. Mai um den portugiesischen Marienwallfahrtsort: Am Vormittag besuchte der Papst die römische Marienbasilika Santa Maria Maggiore, um bei der Muttergottes für die zweitägige Reise nach Portugal zu danken. Vor dem Marienbild "Salus populi romani" verweilte er rund 20 Minuten still und legte weiße Rosen vor der Ikone nieder. Beim Mittagsgebet auf dem Petersplatz sagte der Papst, dass er mit seinem Besuch in Fatima, um den mütterlichen Schutz Marias für die ganze Welt erbeten habe. Auch erinnerte er an die beiden neuen Heiligen Francisco und Jacinta Marto, die Beispiele der Treue zu Christus und des Zeugnisses für das Evangelium seien. Sie riefen die Gläubigen zur Umkehr auf.
Das „Regina Coeli“ habe als Mariengebet eine besondere Bedeutung, so der Papst. Auch in Fatima habe das Gebet eine große Rolle gespielt, er sei dort mit den Gläubigen „ins Gebet eingetaucht“. Es sei ihm darum gegangen, den mütterlichen Schutz zu erbitten und erinnerte hierbei auch an den Muttertag, der weltweit an diesem Sonntag gefeiert wird. Nach dem Mittagsgebet ging der Papst auch auf die Bedeutung des Lebensschutzes ein, der besonders gut zum Muttertag passe, da die Frauen das Geschenk des Lebens weiter geben dürfen.
Ein weiteres Stichwort beim „Regina Coeli“ lautete „Frieden“: Er sei nach Fatima gereist, um für den Frieden zu beten. Er sei nach Portugal als Pilger der Hoffnung und des Friedens gereist, so Franziskus in seiner Ansprache.
Während seines zweitägigen Aufenthalts in Fatima am Freitag und Samstag habe es mehrere Momente des Gebets gegeben. Da habe sich eine „besondere Atmosphäre“ gebildet. Doch immer sei es um die Botschaft der Liebe Gottes gegangen. Der auferstandene Herr sei immer präsent gewesen, gerade in der Eucharistie sei er immer gegenwärtig, aber auch unter den Kranken, die in Fatima „die eigentlichen Protagonisten“ waren und sind.
Über die beiden neuen Heiligen – die zwei Seher-Kinder Francisco und Jacinta Marto – die mit Lucia, vor genau 100 Jahren die ersten Marienerscheinungen erlebt hätten, sagte der Papst, dass sie insofern für die heutigen Gläubigen Vorbilder seien, da sie nicht nur die Botschaft der Muttergottes wahrgenommen hätten sondern auch danach lebten. Deshalb sei die Heiligsprechung von Francisco und Jacinta als „Beispiel für die Treue zu Christus“ zu verstehen. Auch seien sie „wahre Zeugen für das Evangelium“. Es handelte sich um die ersten Kinder, die nicht wegen eines Martyriums heiliggesprochen wurden. Deshalb wolle er der Kirche die Leiden und Sorgen aller Kinder ans Herz legen. Die Seher-Kinder hätten die Menschen zur Umkehr und Buße aufgerufen und diesen Aufruf gelte heute noch: Auch die heutigen Gläubigen sollen weiterhin „um die Gnade der Umkehr flehen, wie auch um das Ende der vielen Kriege sowie der absurden kleinen und großen Konflikte, die das Antlitz der Menschheit entstellen“.
Nach dem Mittagsgebet bat der Papst der Gottesmutter als „Königin des Friedens“, um das Ende von den Kriegen, die besonders im Nahen Osten wüteten. Dort seien etliche Menschen hart geprüft und zwar nicht nur Christen und Moslems. Namentlich nannte Franziskus die Jesiden, eine von Islamisten im Irak verfolgte Religionsgemeinschaft als verfolgte Minderheit. Nur der Weg des Dialogs und der Geschwisterlichkeit könne eine Zukunft der Sicherheit und des Friedens ermöglichen. Radio Vatikan





Geistliches Wort zum Nachdenken.


Glück oder Pech?
 Anthony de Mello, 

Eine chinesische Geschichte erzählt von einem alten Bauern, der ein altes Pferd für die Feldarbeit hatte. Eines Tages entfloh das Pferd in die Berge, und als alle Nachbarn des Bauern sein Pech bedauerten, antwortete der Bauer: "Pech? Glück? Wer weiß?”

Eine Woche später kehrte das Pferd mit einer Herde Wildpferde aus den Bergen zurück, und diesmal gratulierten die Nachbarn dem Bauern wegen seines Glücks. Seine Antwort hieß: "Glück? Pech? Wer weiß?”

Als der Sohn des Bauern versuchte, eines der Wildpferde zu zähmen, fiel er vom Rücken des Pferdes und brach sich ein Bein. Jeder hielt das für ein großes Pech. Nicht jedoch der Bauer, der nur sagte: "Pech? Glück? Wer weiß?”

Ein paar Wochen später marschierte die Armee ins Dorf und zog jeden tauglichen jungen Mann ein, den sie finden konnte. Als sie den Bauernsohn mit seinem gebrochenen Bein sahen, ließen sie ihn zurück. War das nun Glück? Pech? Wer weiß?

Was an der Oberfläche wie etwas Schlechtes, Nachteiliges aussieht, kann sich bald als etwas Gutes herausstellen. Und alles, was an der Oberfläche gut erscheint, kann in Wirklichkeit etwas Böses sein. Wir sind dann weise, wenn wir Gott die Entscheidung überlassen, was Glück und was Unglück ist; wenn wir ihm danken, daß für jene, die ihn lieben, alles zum Besten gedeiht.




In deine Hände lege ich …
mein Leben

Andreas Knapp

komm und sieh
ein blick
und du gehörst
nicht mehr dir selber
von nun an empfängst du dich
aus angeschaut werden
augenblick um augenblick
das herz an ihn geschmiegt
lockt der staub der straße
mehr als das dach überm kopf
denn in seinen spuren
reichen deine schritte
über jeden gesichtskreis hinaus
und brennender als feuer
wirst du
in seiner nähe



Die Worte der Bibel als Worte meditieren
 Anselm Grün



Gottes Stimme ertönt in der Schöpfung, in allem, was an unser Ohr dringt, im Wind, im Rauschen der Bäche, im Regen, im Gesang der Vögel. Es käme darauf an, in den Stimmen der Schöpfung die Gestimmtheit der Welt zu erhorchen und darin Gott zu erahnen. Gottes Stimme trifft mich aber vor allem im Wort. Das können innere Worte sein, die inneren Stimmen meines Herzens, meines Gewissens. Das können aber auch Worte sein, die wir im Traum hören. In diesen Worten kann Gott zu uns sprechen. Wir sollten sie ernst nehmen, zwar nicht als absolute Worte Gottes, aber doch als innere Eingebungen, die beachtet werden möchten. Und dann gibt es die Worte, die ein anderer zu uns spricht. Aus dem Wort bricht die Emotion des Sprechenden hervor. Wenn mir ein Mensch ein Wort "zu-spricht", das aus seinem Herzen kommt, dann habe ich teil an seinem Gestimmtsein. In der Bibel hat uns Gott sein Wort zugesprochen. Wenn ich Gottes Wort mit dem Ohr meines Herzens höre, dann kann mir darin Gottes Herz aufgehen. Dann ist das Wort nicht Information, über die ich nachdenken kann, sondern Kommunikation. Gott selbst teilt sich mir im Wort mit. Und im Wort erahne ich etwas vom Geheimnis seiner Person.

Die Worte der Bibel sind für mich Worte eines Du, einer Person, die mit mir in Beziehung treten will. Daher ist es für mich wichtig, die Worte der Bibel als Worte zu meditieren, die Gott jetzt in diesem Augenblick ganz persönlich an mich richtet, in denen er mich anspricht. Wenn ich zum Beispiel das Wort meditiere: "Fürchte dich nicht, denn ich habe dich ausgelöst, ich habe dich beim Namen gerufen, du gehörst mir" (Jesaja 43,1), dann stelle ich mir vor: Dieses Wort spricht Gott ganz persönlich zu mir. Ich bin gemeint. Das ist meine tiefste Wirklichkeit. Wenn das stimmt, was Gott mir da zuspricht, wie fühle ich mich dann, wie erlebe ich mich und wie erlebe ich Gott? Indem ich nicht über das Wort nachdenke, sondern es in mein Herz fallen lasse, es mit dem Herzen schmecke und koste, durchdringt es meine Emotionen und bewirkt dort Gefühle des Angerührtseins, der Freude und des Vertrauens. Ich muß das Wort Gottes in meinem Herzen aufklingen lassen, daß es mit seinem Klang meinen Leib und meine Seele froh macht und heilt.











Freitag, 4. Dezember 2015

NACHRICHT:



Einheit in der Vielfalt
Ein akutes Thema in unserer Gesellschaft zeigt sich auch im Zusammenschluss der einzelnen Karmelgemeinschaften. In der Föderation und bei den Tagungen der Priorinnen des Karmel in Deutschland   Anfang  November in Münsterschwarzach wird ein unterschiedliches Verständnis vom Leben der Karmelitinnen heute, im 3. Jahrtausend, bis hin zu unterschiedlichen Strukturen deutlich. Konflikte, die daraus entstehen können, sind aber überwunden und führten zu der allgemeinen Haltung der Schwestern, einander anzunehmen und zu respektieren, ohne dass ein Konvent seine Andersartigkeit gegenüber unterschiedlichen Konventen behauptete.

Bei der diesjährigen Priorinnentagung in Münsterschwarzach (09.bis 13.November) kam deutlich zum Ausdruck, dass wir Karmelitinnen in Deutschland harmonisch miteinander anstehende Themen besprechen können und zu einer Einheit finden, die im einigenden Charisma unserer Reformatorin und Gründerin Teresa von Avila ihre Quelle hat.

In Vielfalt haben wir das 500. Jubiläum der Geburt Teresas gedacht und uns über das Wie der einzelnen Feierlichkeiten ausgetauscht. Der Reichtum des Karmelebens wurde beglückend deutlich und schenkt Hoffnung für die Zukunft. In großer Dankbarkeit können wir unseren Weg weitergehen und mit der großen Teresa beten:

DIE BARMHERZIGKEIT GOTTES WILL ICH IN EWIGKEIT PREISEN

Montag, 7. September 2015

Besuch des Erzbischofs Stefan Heße in der Karmelzelle










15. August: Besuch von Erzbischof Stephan Heße bei uns.

Unser Erzbischof Stephan hat uns besucht – zum Kennenlernen. Bei seiner Ansprache während der Heiligen Messe am Hochfest der Aufnahme Mariens in den Himmel konnten wir unseren Erzbischof „von innen“ kennenlernen. Er sprach von Maria als einem Menschen in Harmonie, in Einklang mit sich, mit Gott und den Menschen, selbst ein ganzer Mensch, in der von Gott ursprünglichen Geschaffenheit des ganzen Menschen. Marianisch ist ein geistlicher Mensch, wenn er der Ganzheit näher kommt, indem er die Wirklichkeit aus der Gnade lebt.
Beim Abschied nach einem kargen Mittagessen meinte der Erzbischof, dass er nun auch uns kennengelernt habe. Es wäre schön, wenn auch als marianisch.



Dienstag, 9. Juni 2015

Besuch bei den Missionarinnen der Nächstenliebe


Die Schwestern der Missionarinnen der Nächstenliebe feierten am 1. Juni dieses Jahr ihr 25-jähriges Bestehen. Die Schwestern der Mutter Teresa von Kalkutta hatten uns schon des Öfteren in ihrer kargen Freizeit in der Karmelzelle besucht und mit uns gemeinsam gebetet. So war es dieses Jahr Anlass genug, diese Schwestern einmal zu besuchen. Freudig wurden wir begrüßt und sehr warmherzig empfangen. Alles war sehr einfach und mit einfachsten Mitteln eingerichtet. Man konnte die Armut der Schwestern wahrnehmen. Wir bekamen eine Führung durch das gesamte Haus und sahen die Unterkünfte für Obdachlose und die Unterkünfte für das Winternotprogramm, dass hier in Hamburg  von sehr vielen genutzt wird. Auch bekamen wir die kleine Wohnung und die Kapelle zu sehen, die sehr behaglich wirkte. Nach dem Rundgang trafen wir uns dann bei Kaffee und Kuchen zu einem gemeinsamen Austausch über  Fragen zum Ordensleben und die aktuelle Situation der Missionarinnen der Nächstenliebe. Es ist sehr erstaunlich, was diese 4-5 Schwestern dort leisten an Arbeit, sodass meist nur eine kleine Zeit bleibt am Tag für das eigene Nachdenken oder Nachsinnen. Es wurde eine schöne und fruchtbare Begegnung. Aus dem Gedanken heraus, dass es viele Menschen gibt, die sich besonders nach der Liebe Gottes sehnen, betreuen diese Missionarinnen genau die Menschen, die diese Liebe besonders nötig haben. Auf diese Weise sind die Missionarinnen wirklich ein Segen für unser Erzbistum und wir wünschen ihnen weiterhin Gottes Segen für ihre Arbeit.

  
 Beim Kaffeetrinken und vor dem Haus der Schwestern


Die Kapelle der Missionarin der Nächstenliebe, Mutter Teresa mit ihrer Reliquien