Kommt und seht

HERRZLICH WILLKOMMEN

Wir sind eine kleine katholische Ordensgemeinschaft, die auf der Halbinsel südlich Hamburgs an diesem Ort der Stille und der Einkehr sich niedergelassen hat, zugehörig dem kontemplativen Teresianischen Reformorden.

Unsere neue Lebensform hier ist wie eine Antwort auf die Frage nach einem Weg der Karmel der Zukunft, wie wir die Herausforderungen der Zeichen der Zeit in Kirche und Welt und auf die religiösen und menschlichen Sehnsüchte der Menschen von heute reagieren sollen.

Unsere Gebetszeiten - Chorgebet und Inneres Beten sind offen für alle. Außerdem bieten wir den Suchenden die Möglichkeit für einen kurzen Aufenthalt in der Stille und Besinnung in dem Gästehaus und Gästewohnungen.

Donnerstag, 14. Dezember 2017

Aktuelles




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14. Dezember
Heiliger Johannes vom Kreuz
Karmelit, Kirchenlehrer, Vater des Teresianischen Karmel (+ 1591)


Der heilige Johannes vom Kreuz ist der geistliche Vater unseres Ordens. Geboren im Jahre 1542 in Fontiveros (Ávila) trat er nach einer harten und armen Kindheit und Jugend im Alter von 21 Jahren in den Karmelitenorden ein, wurde 1567 Priester, begann ein Jahr später zusammen mit einem Mitbruder in Duruelo karmelitanisches Leben nach den Vorstellungen der heiligen Teresa von Jesus zu leben und wurde bald Novizenmeister, geistlicher Begleiter von Schwestern, Priestern und Laien. Als Opfer der Auseinandersetzungen zwischen dem Stammorden und Teresas neuem Orden wurde er neun Monate lang in einem Klostergefängnis festgehalten. Nach seiner Flucht im August 1578 entfaltete er wieder eine reiche Tätigkeit als Oberer, Klostergründer und Prediger, doch sind es vor allem seine Gedichte und geistlichen Schriften, die ihm unsterblichen Ruhm einbrachten. So wurde er zu einem der erfahrensten und bis heute am meisten geschätzten geistlichen Lehrmeister, der klar und zuverlässig Rat gibt. Gestorben ist er am 14. Dezember 1591 in Ubeda (Jaén), von den einen geachtet, von anderen verfolgt und verleumdet. 1726 wurde er heilig gesprochen, 1926 zum Kirchenlehrer und 1952 zum Patron der spanischen Dichter ernannt.

Gebet eines verliebten Menschen

Herr, Gott, mein Geliebter! Wenn du immer noch an meine Sünden denkst und deshalb das, was ich fortwährend erbitte, nicht gewährst, dann erfülle, mein Gott, in ihnen (den Sünden) deinen Willen, denn das ist es, was ich vor allem wünsche; und mach deine Güte und Barmherzigkeit lebendig, so dass du in den Sünden erkannt wirst. Und wenn es so ist, dass du Werke von mir erwartest, aufgrund derer du dann mir meine Bitten gewähren könntest, dann gib du mir die Werke und wirke du sie in mir, und gib mir die Leiden, die du empfangen möchtest; ja so geschehe es! Und wenn du nicht auf meine Werke wartest, auf was wartest du dann, mein mildester Herr? Warum säumst du? Denn wenn es letztendlich Gnade und Barmherzigkeit sein soll, worum ich dich in deinem Sohn bitte, dann nimm meinen winzigen Beitrag – denn du willst ihn ja – und gib mir dieses Gut, der du selbst es mir geben willst.

Wer vermag sich von den niedrigen Verhaltensweisen und Begrenztheiten zu befreien, wenn nicht du ihn in reiner Liebe zu dir erhebst, mein Gott? Wie aber wird sich der in Niedrigkeiten gezeugte und herangewachsene Mensch zu dir erheben, wenn nicht du ihn erhebst, o Herr, mit der Hand, mit der du ihn erschufst? Du nimmst mir ja nicht weg, mein Gott, was du mir in deinem einzigen Sohn Jesus Christus einmal gegeben hast; und in ihm hast du mir alles gegeben, was ich mir überhaupt wünschen kann. So bin ich ganz glücklich, da du ja nicht warten lässt, wenn ich voller Erwartung bin. 
Was wartest du noch länger, meine Seele, da du Gott in deinem Herzen doch schon jetzt lieben kannst?

Mein sind die Himmel und mein ist die Erde; mein sind die Völker, die Gerechten sind mein, und mein sind die Sünder; die Engel sind mein, und die Mutter Gottes und alle Dinge sind mein, und Gott selbst ist mein und für mich, denn Christus ist mein und mein Ein und Alles für mich. Was ersehnst und suchst du also noch, meine Seele? Dein ist all dies, und alles ist für dich. Gib dich nicht mit etwas Geringerem zufrieden und gib dich nicht mit Brosamen ab, die vom Tisch des Vaters fallen. Lass das alles und rühme dich deines Ruhmes! Verbirg dich in ihm und freue dich, und du wirst erlangen, was dein Herz erbittet.

(Johannes vom Kreuz)




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Zeit des Wartens und Werdens, Zeit für Gott, 
bis ich einmal still werde: Adventszeit

Erwarten Sie jemand? Erwarten Sie etwas? – Es kommt jemand! Freuen Sie sich darauf? Oder ist es Ihnen  doch lieber, nicths dqvon zu wissen? Wenn Sie aber zusammen mit uns und vielen anderen den, der da kommen soll, aufnehmen wollen, dann  laden wir Sie mit uns vier Schritte auf Weihnachten  zuzugehen. 
An jedem Adventssonntag gehen wir einen Schritt, der eine Anregung sein will für die ganze Woche.

1.Adventswoche  Zeit des Wartens und Werdens
2.Adventswoche Zeit des Aufbruchs
3. Adventswoche Zeit der  Achtsamkeit
4.Adventswoche Zeit der Erfüllung


→2.Adventswoche Zeit des Aufbruchs


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Leere aushalten
Annette Bassler


Seit Tagen steht sie auf meinem Tisch – eine flache Schale aus Silber. Wunderschön, wie sie so dasteht, offen und leer. Was könnte man da alles reintun. Tannenzweige mit einer goldenen Kugel drauf. Oder in die Mitte ein roter Engel? Oder trockene Blätter mit Duftöl drauf! Ich kann mich einfach nicht entscheiden.
Also frage ich einen Bekannten. „Was würde dir besser gefallen: Zweige, Engel oder Blätter?“ – Schweigen– „Nu, sag schon.“ – „ Wieso reintun?“ - „Na, das geht doch nicht so. So leer. Da muss doch was rein.“ -„Wieso was rein?“
 Typisch Mann, denke ich und beschließe, eine Freundin zu fragen. Aber er bleibt sperrig,
hakt nach. „Wieso was reintun?“ „Na das sieht noch nach nix aus. Nur so ne Schale. Alle schmücken jetzt ihre Wohnungen, und in den Läden überall Weihnachtsdeko –ok, manches ist schon hart an der Kitschgrenze.
Aber eine leere Schale.
 Das geht doch nicht. Das macht mich ganz nervös.“ „Aha. Nervös. Interessant.“
Der Mann macht mich wahnsinnig, denke ich und wechsle das Thema. „Moment mal, unterbricht er mich. Lauf doch nicht gleich davon. Ich meine es ernst. Leere macht dich nervös? Würde ich mal drüber nachdenken.“ – „Wieso?“ – „Naja, könnte ja sein, dass dir das nicht nur bei der Schale so geht.“
 Jetztverstehe ich gar nichts mehr. Aber er ist jetzt hellwach.
„Schlag mal deinen Terminkalender auf. Ist da Leere? Nein. Weil Leere dich nervös macht. Und
wie ist das mit dem nächsten Sonntag? Hast du noch nichts geplant. Aber doch schon tausend Ideen, was man alles machen könnte.
 Weil Leere dich nervös macht. Aber Advent feiern wollen. Und aufs Christkind
warten.“
Langsam ahne ich, was er meint. „Schau mal, meint er. Geht’s dir nicht in vielem so wie mit der Schale?
Du hast dein Leben vollgestopft bis oben hin mit Treffen, Terminen und Projekten. Aber wie soll Gott dir was schenken, wenn deine Schale bis zum Rand obenvoll ist? Wo soll er hin mit seinem Geschenk für dich? Mit einem lieben Wort, mit einem himmlischen Fingerzeig?
Mach deine Schale leer. Werde halt in Gottes Namen ein bisschen nervös. Erst mal. Und dann
schau dich um, rieche, atme.

 Sei einfach da. Und lass dich beschenken.“


Ähnliches Foto

Erwartung
Wolfgang Bader, Türen zum Advent

Advent.
Jesus ist gekommen.
Damals vor zweitausend Jahren.
Und er ist gegangen.
Drei Jahrzehnte später.
Jesus wird wieder kommen
am Ende der Zeiten.
Wann, wissen wir nicht. 

Aber heute, an diesem Tag,
kommt er auf mich zu.
Ich will ihn erwarten, 
ihn suchen, 
wo man ihn nicht vermutet.

Ich will mich darauf einstellen,
dass in einem unscheinbaren Mädchen, 
in einer armen Krippe, 
unter den Abgewiesenen,
bei den Kleinen,
in einem Neugeborenen,
in einem Verfolgten,
in der Nacht
der auf mich zukommt,
der mich nicht enttäuscht,
der Emmanuel,
der Gott, der heute kommt,
der Gott, der bei mir bleibt,
der sich freut, bei uns zu wohnen,
nicht weil wir das verdient haben, 

sondern weil er ist, wie er ist.




1.Adventswoche  Zeit des Wartens und Werdens

Wege und Weisen des Wartens
Josef Ratzinger




Der Mensch ist in seinem Leben ein Wartender: Als Kind will er erwachsen werden, als Erwachsener will er vorwärts kommen und erfolgreich sein; schließlich sehnt er sich nach Ruhe, und endlich kommt die Zeit, wo er entdeckt, dass er zu wenig gehofft hat, wenn ihm über Beruf und Stellung hinaus nichts zu hoffen bleibt.

Die Menschheit hat nie aufgehören können, auf bessere Zeiten zu hoffen; die Christenheit hofft darauf, dass durch die ganze Geschichte der Herr hindurchgeht und dass er einmal all unsere Tränen und Mühsale aufsammeln wird, so dass alles seine Erklärung und Erfüllung findet in Seinem Reich.

Dass der Mensch ein Wartender ist, wird nie so deutlich in der Zeit der Krankheit. Jeden Tag warten wir auf Zeichen der Besserung und schließlich auf die volle Genesung. Aber zugleich entdecken wir dabei, dass es sehr verschiedene Weisen des Wartens gibt.

Wenn die Zeit nicht selber mit einer sinnvollen Gegenwart angefüllt ist, wird das Warten unerträglich. Wenn wir nur auf etwas ausschauen müssen und jetzt gar nichts da ist, wenn die Gegenwart völlig leer bleibt, dann ist jede Sekunde zu lang. Und ebenso ist Warten eine allzu schwere Last, wenn ganz ungewiss bleibt, ob wir überhaupt etwas erwarten dürfen. 

Wenn aber die Zeit selber sinnvoll ist, wenn in jedem Augenblick etwas Eigens und Wertvolles beschlossen liegt, dann macht die Vorfreude auf noch Größeres, das kommt, auch das schon Gegenwärtige noch kostbarer und trägt uns wie mit eine unsichtbaren Kraft über Augenblicke hinweg. Gerade zu dieser Art des Wartens aber will uns der christliche Advent verhelfen; es ist die eigentlich christliche Form des Wartens und Hoffens...




Gib uns ein waches Herz
 Peter und Annegret Kokschal

Jesus, 
als du vor zweitausend Jahren auf die Erde kamst,
haben dich die Menschen nicht aufgenommen.
In einem armen Stall wurdest du geboren.
Hilf, dass wir uns gut vorbereiten
und dich besser empfangen.
Komm in unsere Mitte 
und gib uns ein waches Herz.






Advent feiern heißt warten können; Warten ist eine Kunst, die unsere ungeduldige Zeit vergessen hat. Sie will die reife Frucht brechen, wenn sie kaum den Sprössling setzte; aber die gierigen Augen werden nur llzu oft betrogen, indem die scheinbar so köstliche Frucht von innen noch grün ist, und respektlose Hände werfen undankbar beiseite, was ihnen so Enttäuschung brachte. Wer nicht die herbe Seligkeit des Wartens, das heißt des Entbehrens in Hoffnung, kennt, der wird nie den ganzen Segen der Erfüllung erfahren. Wer nicht weiß, wie es einem zumute ist, der bange ringt mit den tiefsten Fragen des Lebens, seines Lebens, und wartend, sehnend ausschaut bis sich die Wahrheit ihm entschleiert, der kann sich nichts von der Herrlichkeit dieses Augenblicks, in dem die Klarheit aufleuchtet träumen, und wer nicht um die Freundschaft, um die Liebe eines anderen werben will, wartend seine Seele aufschließt der Seele des anderen, bis sie kommt, bis sie Einzug hält, dem bleibt der tiefste Segen eines Lebens zweier Seelen ineinander für ewig verborgen.

Dietrich Bonhoeffer



KarmelExerzitien Online 2017
Mit dem hl. Josef durch den Advent









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Samstag, 25. November 2017

Freitag, 4. Dezember 2015

NACHRICHT:



Einheit in der Vielfalt
Ein akutes Thema in unserer Gesellschaft zeigt sich auch im Zusammenschluss der einzelnen Karmelgemeinschaften. In der Föderation und bei den Tagungen der Priorinnen des Karmel in Deutschland   Anfang  November in Münsterschwarzach wird ein unterschiedliches Verständnis vom Leben der Karmelitinnen heute, im 3. Jahrtausend, bis hin zu unterschiedlichen Strukturen deutlich. Konflikte, die daraus entstehen können, sind aber überwunden und führten zu der allgemeinen Haltung der Schwestern, einander anzunehmen und zu respektieren, ohne dass ein Konvent seine Andersartigkeit gegenüber unterschiedlichen Konventen behauptete.

Bei der diesjährigen Priorinnentagung in Münsterschwarzach (09.bis 13.November) kam deutlich zum Ausdruck, dass wir Karmelitinnen in Deutschland harmonisch miteinander anstehende Themen besprechen können und zu einer Einheit finden, die im einigenden Charisma unserer Reformatorin und Gründerin Teresa von Avila ihre Quelle hat.

In Vielfalt haben wir das 500. Jubiläum der Geburt Teresas gedacht und uns über das Wie der einzelnen Feierlichkeiten ausgetauscht. Der Reichtum des Karmelebens wurde beglückend deutlich und schenkt Hoffnung für die Zukunft. In großer Dankbarkeit können wir unseren Weg weitergehen und mit der großen Teresa beten:

DIE BARMHERZIGKEIT GOTTES WILL ICH IN EWIGKEIT PREISEN

Montag, 7. September 2015

Besuch des Erzbischofs Stefan Heße in der Karmelzelle










15. August: Besuch von Erzbischof Stephan Heße bei uns.

Unser Erzbischof Stephan hat uns besucht – zum Kennenlernen. Bei seiner Ansprache während der Heiligen Messe am Hochfest der Aufnahme Mariens in den Himmel konnten wir unseren Erzbischof „von innen“ kennenlernen. Er sprach von Maria als einem Menschen in Harmonie, in Einklang mit sich, mit Gott und den Menschen, selbst ein ganzer Mensch, in der von Gott ursprünglichen Geschaffenheit des ganzen Menschen. Marianisch ist ein geistlicher Mensch, wenn er der Ganzheit näher kommt, indem er die Wirklichkeit aus der Gnade lebt.
Beim Abschied nach einem kargen Mittagessen meinte der Erzbischof, dass er nun auch uns kennengelernt habe. Es wäre schön, wenn auch als marianisch.



Dienstag, 9. Juni 2015

Besuch bei den Missionarinnen der Nächstenliebe


Die Schwestern der Missionarinnen der Nächstenliebe feierten am 1. Juni dieses Jahr ihr 25-jähriges Bestehen. Die Schwestern der Mutter Teresa von Kalkutta hatten uns schon des Öfteren in ihrer kargen Freizeit in der Karmelzelle besucht und mit uns gemeinsam gebetet. So war es dieses Jahr Anlass genug, diese Schwestern einmal zu besuchen. Freudig wurden wir begrüßt und sehr warmherzig empfangen. Alles war sehr einfach und mit einfachsten Mitteln eingerichtet. Man konnte die Armut der Schwestern wahrnehmen. Wir bekamen eine Führung durch das gesamte Haus und sahen die Unterkünfte für Obdachlose und die Unterkünfte für das Winternotprogramm, dass hier in Hamburg  von sehr vielen genutzt wird. Auch bekamen wir die kleine Wohnung und die Kapelle zu sehen, die sehr behaglich wirkte. Nach dem Rundgang trafen wir uns dann bei Kaffee und Kuchen zu einem gemeinsamen Austausch über  Fragen zum Ordensleben und die aktuelle Situation der Missionarinnen der Nächstenliebe. Es ist sehr erstaunlich, was diese 4-5 Schwestern dort leisten an Arbeit, sodass meist nur eine kleine Zeit bleibt am Tag für das eigene Nachdenken oder Nachsinnen. Es wurde eine schöne und fruchtbare Begegnung. Aus dem Gedanken heraus, dass es viele Menschen gibt, die sich besonders nach der Liebe Gottes sehnen, betreuen diese Missionarinnen genau die Menschen, die diese Liebe besonders nötig haben. Auf diese Weise sind die Missionarinnen wirklich ein Segen für unser Erzbistum und wir wünschen ihnen weiterhin Gottes Segen für ihre Arbeit.

  
 Beim Kaffeetrinken und vor dem Haus der Schwestern


Die Kapelle der Missionarin der Nächstenliebe, Mutter Teresa mit ihrer Reliquien